Was will der neue Oberbürgermeister für Münchens Radler tun?

Pressemitteilung

ADFC stellt Aussagen der Stichwahl-Kandidaten gegenüber

Am 30. März wählen Münchens Bürgerinnen und Bürger in einer Stichwahl ihren neuen Oberbürgermeister (OB). Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) München gibt Hilfestellung bei der Entscheidungsfindung: Er hat sich die Aussagen der beiden Stichwahl-Kandidaten Dieter Reiter, SPD, und Josef Schmid, CSU, zum Radverkehr vorgenommen und diese kompakt und anschaulich gegenübergestellt. In einer ersten Tabelle sind konkrete Projekte aufgeführt, die die beiden OB-Kandidaten für die Münchner Radlerinnen und Radler persönlich unterstützen und umsetzen wollen. Abgefragt hat sie der ADFC direkt nach dem ersten Wahlgang am 16. März. Die zweite Tabelle fasst wesentliche Aussagen der Kandidaten zum Radverkehr in München zusammen. Erhoben hatte sie der ADFC im Vorfeld seiner Podiumsdiskussion „Radlhauptstadt - War das alles oder kommt noch was?", der sich sechs OB-Kandidaten am 30. Januar im Verkehrszentrum des Deutschen Museums gestellt hatten. Die dritte und vierte Tabelle präsentieren Äußerungen, die Reiter und Schmid während dieser Veranstaltung gemacht haben.

Kurz zusammengefasst stehen sich folgende Aussagen der beiden OB-Kandidaten zum Radverkehr gegenüber: Dieter Reiter will als Oberbürgermeister den Radverkehrsanteil durch mehr Geld und mehr Personal für die Radl-Infrastruktur erhöhen sowie durch sicher, zügig und komfortabel zu befahrende Fahrradstraßen und -wege. Josef Schmid dagegen setzt vor allem auf den Bau von weiteren Tunneln für den Autoverkehr und von unterirdischen Auto-Parkhäusern, um dort an der Oberfläche Radwege zu bauen, ferner auf Ausbau und Instandhaltung des bisherigen Radwegenetzes.

Als konkrete Projekte, die er umsetzen will, nennt Reiter die Erstellung eines umfangreichen, stadtweiten Radwegekonzeptes, die Realisierung von Radschnellwegen, von Bike&Ride-Stationen, mehr Fahrradabstellplätzen und von Radlparkhäusern sowie die Einrichtung von öffentlichen Ladestationen für E-Bikes. Schmid ist ein Winterdienst wichtig, bei dem asphaltierte Radwege zu hundert Prozent geräumt werden, eine Fahrradbrücke über den Giesinger Berg, Lückenschlüsse beim Isartalbahn-Radweg und im Verlauf der Riemer A94-Brücke sowie die Entschärfung der Gefahrenstellen bei Brücken und Unterführungen.

Welche Maßnahmen die Verkehrsprobleme der Landeshauptstadt wirklich lösen können, wie viel Geld wofür in Zukunft ausgegeben werden soll und was den Münchner Radlern wirklich wichtig ist, darüber können und müssen sich die Wählerinnen und Wähler selbst ein Urteil bilden. Der ADFC München hat ihnen dazu mit seiner jetzt veröffentlichten Zusammenstellung eine Hilfe an die Hand gegeben. Die zur Wahl stehenden Positionen und Argumente lassen sich so gut vergleichen.

Der OB-Kandidaten-Vergleich des ADFC in Sachen Radverkehr steht online zur Verfügung unter www.adfc-muenchen.de/radverkehr/kandidatenvergleich-ob-stichwahl

© ADFC München 2022

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