Radln und Erinnern 4.9.2022: Gedenkfahrt anlässlich des 50. Jahrestags des Olympia-Attentats 1972

Pressemitteilung

Am 16. Mai kam das Israelische Generalkonsulat mit der 2. Bürgermeisterin der Stadt München, Katrin Habenschaden, dem Münchner Kabarettisten Christian Springer und dem ADFC München im Olympiapark zusammen, um am Erinnerungsort des Olympia-Attentats 1972 eine Radtour vorzustellen, bei der an die 12 Opfer erinnert werden soll.

An der Gedenkstätte dabei (v.l.n.r.): Liran Sahar, Stellvertretender Israelischer Generalkonsul, Julie Grimmeisen, Akademische Leiterin Israelisches Generalkonsulat, Bürgermeisterin Katrin Habenschaden, Kabarettist Christian Springer, Andreas Schön, 1. Vorsitzender ADFC München.

Für den Staat Israel stellt dieser Terrorangriff, bei dem elf israelische Sportler und ein deutscher Polizist in München und Fürstenfeldbruck grausam ermordet wurden, bis heute einen tiefen Einschnitt in die Geschichte des Landes dar.

Eine große Veranstaltung mit großer Bedeutung
Am 5. September 2022 jährt sich der Terroranschlag zum 50. Mal und gibt damit Anlass für eine Gedenkveranstaltung der besonderen Art: durch eine großangelegte Radtour vom Olympiapark zum Fliegerhorst in Fürstenfeldbruck wird die Bevölkerung eingeladen, an die Opfer zu erinnern. „Wir wünschen uns, dass diese Veranstaltung nicht nur in München ein großes Echo findet. Für uns Israelis ist sie auch ein Zeichen der Solidarität mit unserem ständigen Kampf gegen den Terror, und dafür sind wir allen unseren Partnern bei der Durchführung dieser Veranstaltung dankbar“, so die israelische Generalkonsulin Carmela Shamir.

Einladung an Einwohner in und um München
Auch Bürgermeisterin Katrin Habenschaden verdeutlicht, welch große Bedeutung die Mitwirkung der Landeshauptstadt an der Veranstaltung hat: „Ich lade alle Münchnerinnen und Münchner herzlich ein, sich an der Gedenk-Radtour zu beteiligen. Lassen Sie uns 50 Jahre nach dem schrecklichen Olympia-Attentat zeigen, dass wir die Opfer, ihre Namen und ihre Geschichte nicht vergessen haben, sondern dass sie in Münchens kollektivem Gedächtnis einen ganz besonderen Platz einnehmen.“

Im Geiste der israelischen Olympioniken von 1972
Gerade der sportliche Charakter der Gedenkfahrt kann dabei als Reminiszenz an den olympischen Gedanken verstanden werden, wie Shamir erläutert: „Das Generalkonsulat hat sich dafür entschieden, dieser Tragödie auf die Art und Weise zu gedenken, die für das Leben der Athleten zentral war - Sport treibend.“

Andreas Schön, 1. Vorsitzender des ADFC München, denkt darüber hinaus auch an die Umweltverträglichkeit der Veranstaltung: „Die diesjährige Erinnerungstour verstehen wir auch als Impuls für ein umweltorientiertes und friedliches Miteinander. Wir haben daher eine Route gewählt, die viele Menschen unterwegs erreicht und radeln in gemütlichem Tempo, damit sich auch Familien anschließen können. Wir freuen uns, wenn viele mitradeln.“

Radln für den Frieden
Zugleich zeigt die Aktion den hohen Stellenwert des Erinnerns , wie der Münchner Kabarettist und Initiator der Initative „Schulterschluss“ Christian Springer verdeutlicht: „Ich war ein Kind, als der Terror über München hereinbrach, und kann mich gut an den Schock unserer Familie erinnern. Wenn wir besser auf den Frieden aufpassen wollen, müssen wir davon erzählen und die jüngere Generation daran erinnern.“

Hintergrund
Bereits in den vergangenen Jahren veranstaltete das Generalkonsulat mit Unterstützung des ADFC München jeweils am Jahrestag des Attentats eine Fahrrad-Gedenktour in kleinem Rahmen. Da in diesem Jahr am eigentlichen Gedenktag des 05. September ein großer Staatsakt in Fürstenfeldbruck geplant ist, wird die Radtour am Vormittag des 04. September im Olympiapark starten und am Gedenkort vor dem Fliegerhorst in Fürstenfeldbruck enden. So werden beide Attentatsorte München und Fürstenfeldbruck miteinander verbunden.

Hinweise für Redaktionen: Bildmaterial finden Sie im Anhang. Bildhinweis v.l.n.r.: Stellvertretender Israelischer Generalkonsul Liran Sahar, Julie Grimmeisen, Akademische Leiterin Israelisches Generalkonsulat, Bürgermeisterin Katrin Habenschaden, Kabarettist Christian Springer, Andreas Schön, 1. Vorsitzender ADFC München.

Über das Generalkonsulat
Das Generalkonsulat des Staates Israel wurde im September 2011 in München eröffnet und seit August 2021 durch die Generalkonsulin Carmela Shamir geleitet. Neben der Wahrnehmung konsularischer Aufgaben fördert das Generalkonsulat im Auftrag des israelischen Außenministeriums die bilateralen Beziehungen und den kulturellen, politischen, wirtschaftlichen und menschlichen Austausch zwischen Israel und den fünf süddeutschen Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Forschung. Zudem unterstützt das Generalkonsulat zahlreiche Veranstaltungen, die die israelische Kultur aus den Bereichen Musik, Theater, Tanz, Kunst und Film nach Deutschland bringen.

Jessica Reger
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
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Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 200.000 Mitgliedern, davon mehr als 30.000 in Bayern und rund 8500 in München die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

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