Freie Lastenräder bald in immer mehr Städten ausleihbar

Pressemitteilung

Ein Lastenrad voller Rosen - Die beliebte Schauspielerin Michaela May hat eine Wohnung mit großer Dachterrasse und sie liebt Rosen. (Für Originalgröße 2301 x 1535 px bitte anklicken)

Großer Lade- und Stauraum vorne - Einfach den gesamten Einkauf hinein und schnell und flexibel durch die Stadt düsen. (Für Originalgröße 2301 x 1535 px bitte anklicken)

In einem Lastenrad kann man Kinder, Einkäufe oder Umzugskartons schnell, einfach und flexibel durch die Stadt fahren. Das entdecken immer mehr Menschen, Lastenräder liegen voll im Trend. Ein niederschwelliges Schnupperangebot hat vor einem Jahr der Kölner Verein wielebenwir mit „KASIMIR – Dein Lastenrad“ (www.kasimir-lastenrad.de) geschaffen. KASIMIR kann als sogenanntes freies Gemeingut kostenlos von jeder und jedem ausgeliehen werden.

Die Bilanz der Kölner nach einem Jahr ist sehr erfreulich, denn das Lastenrad KASIMIR ist stets auf Tage im Voraus ausgebucht. Und das Projekt hat Impulse gegeben: Es ist zum Vorbild für ähnliche Projekte geworden. In Köln gingen dieses Jahr noch zwei weitere Lastenradprojekte an den Start: „Konstanze - Dein Lastenrad“ (www.facebook.com/konstanze.lastenrad) und „Rothehausrad“ (www.rothehausrad.de). Und mit „Daniel – Dein Lastenrad für München“ (www.lastenrad-muenchen.de) hat KASIMIR einen Bruder in Bayern bekommen. Ganz aktuell sind noch weitere Städte gefolgt: So kann in Dortmund nun „RUDOLF“ (www.dein-rudolf.de) ausgeliehen werden und in Graz „Das Lastenrad Graz“ (www.das-lastenrad.at). Zusätzlich führen die Initiatoren Gespräche mit weiteren Projektteams aus Hamburg, Hannover, Oldenburg, Regensburg, Erlangen und Königsbrunn bei Augsburg.

Der Kölner Verein wielebenwir mit dem Projekt „KASIMIR – Dein Lastenrad“ und der ADFC München mit dem Projekt „Daniel – Dein Lastenrad für München“ rufen weitere Städte auf, diese Idee aufzugreifen und das Konzept eines freien Lastenrads vor Ort umzusetzen. Denn derartige Projekte steigern die Nutzung von Lastenrädern im Allgemeinen. So sind nach Einschätzung vieler in Köln seit einem Jahr deutlich mehr Lastenräder unterwegs. Neben dem allgemeinen Trend zum Lastenrad führen die Initiatoren von KASIMIR dies darauf zurück, dass das Thema immer wieder ins Gespräch gebracht wird und man das Lastenrad unkompliziert einfach mal einen ganzen Tag ausprobieren kann. Das setzt Impulse für eine Kaufentscheidung.

Und so funktioniert „Dein-Lastenrad“

Zentraler Bestandteil des Konzepts ist ein eigens entwickeltes Buchungssystem, über dass sich das Lastenrad online reservieren lässt. Die Ausleihe führen dann immer wieder wechselnde Stationen durch, meist Cafés, kleine Läden und Stadtteilbüros. Erst so lässt sich die Ausleihe ehrenamtlich umsetzen. Das Konzept setzt auch verkehrspolitische Akzente: Es können nicht nur Privatpersonen niederschwellig ein Lastenrad ausprobieren. Auch den Ausleihstationen steht das Lastenrad nach Rückgabe für den Rest des Tages zur freien Verfügung und kann in dessen Mobilitätskette integriert werden. Stationen werden so dazu angeregt, Lastenräder zu Firmenzwecken anzuschaffen.

Ausleihwilligen gewährt das Buchungssystem immer aktuell Einblick, wo sich die Ausleihstation in der gewünschten Woche befindet und ob der eigene Wunschtermin noch frei ist. Nach der notwendigen Registrierung mit seinem Namen bucht der Interessierte das Lastenrad ganz einfach online. Via E-Mail erhält der Ausleihende einen Buchungscode und die Nutzungsbedingungen. Mit Buchungscode und Personalausweis geht er dann einfach zur Ausleihstation, erledigt dort kurz die Formalitäten und erhält den Schlüssel und auch eine kleine Einweisung. Schon kann‘s losgehen. Der Verleih ist kostenfrei; die örtlichen Initiatoren freuen sich allerdings über eine Spende, um die laufenden Kosten für Wartung und Versicherung des Lastenrades decken zu können. Der Rest ist ehrenamtliche Arbeit und Vertrauen in die Ausleihenden und in die Stationen. Die Initiatoren wurden bisher nicht enttäuscht, denn die meisten Menschen, die die Lastenräder ausleihen, behandeln es pfleglich, denken ans Abschließen, achten auf den Schlüssel und bringen es heil zurück.

Für alle, die ein solches Projekt selbst auf die Beine stellen wollen haben die Initiatoren ein Wiki eingerichtet, das über Konzept und Erfahrungen informiert. Zusätzlich dient es als Austauschplattform für die einzelnen Projekte untereinander. Hier geht es zum Wiki: www.dein-lastenrad.de


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Bildmaterial

zu KASIMIR, Köln: http://wielebenwir.de/presse/

zu Daniel, München:
Die Bilder oben auf dieser Seite können zu Pressezwecken heruntergeladen werden (bei Bedarf auf Anfrage auch größer verfügbar). Abdruck für die Presseberichterstattung und mit Bezug auf das Projekt Lastenrad Daniel des ADFC München
honorarfrei unter Quellenangabe: "Foto: www.economy-business.de".

Hintergrundinfos

Eindrücke, was sich alles mit einem Lastenrad transportieren lässt, liefern zwei kleine Filme zur Nutzung von Lastenrädern in Kopenhagen:

http://vimeo.com/15030578  

http://vimeo.com/73669774   

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