Dringender Bedarf an Max-Joseph-Brücke Ost

Auch Fragen zur Strassenverkehrsordnung oder Umgang mit Ordnungswidrigkeiten oder Bussgeldern
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faltradler
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Dringender Bedarf an Max-Joseph-Brücke Ost

Beitrag von faltradler » So 12. Aug 2018, 14:49

Heute beim KVR beantragt (verkehrsmanagement.kvr@muenchen.de):

"Sehr geehrte Damen und Herren,

der Isarradweg ist eine der wichtigsten zentralen Radverbindungen in München. Die Anzahl der Radfahrer ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen.
Dennoch ist der Situation an der Ostseite der Max-Joseph-Brücke seit Jahren in äußerst unbefriedigendem Zustand.

Es ist ein Unding, dass Radfahrer dazu aufgefordert werden, hier nicht zu fahren. Faktisch müsste man an dieser steilen und engen Stelle bergab schieben oder einen weiten, ebenfalls nicht fahrbaren Umweg über die Ampel nehmen.
Für viele Radfahrer ist dieses Schieben bereits mit durchschnittlichen Fahrrädern eine Herausforderung; mit viel Gepäck, Anhängern oder Lastenrädern ist es äußerst schwierig bis kaum möglich. Man behindert dadurch auch den Gegenverkehr.
Es ist auch so, dass die gegenwärtige Regelung in großem Umfang missachtet wird. Die durch das Verkehrszeichen geforderte Wirkung ist somit nicht gegeben. Manche Radfahrer fahren zwar besonders vorsichtig – wohl auch um eine mögliche Strafe zu vermeiden. Insofern hat das Radfahrverbot eine verkehrsberuhigende Wirkung. Jedoch fahren andere mit hoher Geschwindigkeit bergab und durch die Unterführung und gefährden dadurch sich und andere.

Seit kurzem nutze ich diesen Radweg regelmäßig und habe erhöhten Bedarf, sicher und zügig voranzukommen.

Ich beantrage deshalb: Stellen Sie bitte unverzüglich eine durchgängig befahrbare Verbindung für Radfahrer her, die von Nord nach Süd unterwegs sind.

Sofern eine dauerhafte Lösung kurzfristig nicht umzusetzen ist, beantrage ich, ebenerdig über die Straße eine provisorische Lichtzeichenanlage sowie Ab- und Auffahrtsrampen einzurichten.

Für eine solche provisorische Lösung sehe ich eine ebensolche Notwendigkeit wie etwa bei Baustellen, die ebenfalls oft kurzfristig gesichert werden müssen."

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faltradler
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Re: Dringender Bedarf an Max-Joseph-Brücke Ost

Beitrag von faltradler » Mo 3. Sep 2018, 11:49

Die Antwort der Stadt, Stabsstelle Radverkehr:

"Vielen Dank für diesen Hinweis, mit dem Sie bei uns offene Türen einrennen.
Auch wir kennen diese Situation und bedauern, dass der Radverkehr an dieser Stelle stark ausgebremst wird.

Gerne geben wir Ihren Hinweis weiter und bitten die dafür zuständigen Kolleginnen und Kollegen, Ihren Anliegen zu berücksichtigen.
In einem Beschluss des Stadtrates vom Juli 2016 hat die Verwaltung Querungen im Fuß- und Radverkehr aufgelistet und eine Priorisierung empfohlen.
Diese Liste umfasst 123 Bauwerke. Ich muss Sie also darauf hinweisen, dass die Umsetzung all dieser Maßnahmen inklusive Ihres Vorschlags noch sehr viel Zeit in Anspruch nehmen wird. "

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faltradler
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Re: Dringender Bedarf an Max-Joseph-Brücke Ost

Beitrag von faltradler » Mo 24. Sep 2018, 17:43

Meine Antwort:

"..., besten Dank für Ihre Antwort. Nach Urlaubszeit und Schuljahresbeginn finde ich jetzt auch wieder Zeit für eine Rückantwort.

Die Liste der Querungsbauwerke habe ich im RIS gefunden. Die Max-Joseph-Brücke ist darin nicht enthalten!

An der Max-Joseph-Brücke geht es freilich darum, dass das Radfahren in Richtung Süden derzeit gänzlich verboten wird, und dass keine fahrbare Alternative angeboten wird. Dieser Zustand sollte tatsächlich schnellstmöglich behoben werden.

Ich halte deshalb meinen Antrag aufrecht, ebenerdig über die Straße eine Lichtzeichenanlage sowie Ab- und Auffahrtsrampen einzurichten, sodass Radfahrer und Fußgänger die Montgelasstraße bzw. Max-Joseph-Brücke in Verlängerung der Thomas-Mann-Allee oberirdisch queren können.
Von der Sache her halte ich dies gerade auch im Herbst und Winter für notwendig. Denn bei Glätte durch fallendes Laub oder Eis und Schnee ist es umso schwieriger, sicher durch die Unterführung und die steile Rampe zu kommen – auch und gerade für Radfahrer, die ordnungsgemäß in Richtung Norden unterwegs sind und denen (schiebende) Radfahrer und Fußgänger entgegen kommen!

Wegen der Querung von Tramgleisen kann ich es jedoch nachvollziehen, dass eine ebenerdige Querung erhöhten Abstimmungsaufwands bedarf. Ich bitte Sie dennoch, dies bereits für den kommenden Fahrplanwechsel im Dezember zu prüfen. Sollte dieser Termin zu kurzfristig sein, beantrage ich die Einrichtung der ebenerdigen Querung spätestens zum „kleinen“ Fahrplanwechsel im Sommer (Juni) 2019.

Kurzfristig möchte ich ebenfalls beantragen, die gröbsten Schlaglöcher der nördlichen Rampe auszubessern.

Mittelfristig halte ich es für mit vertretbarem Aufwand machbar, die nördliche Rampe zur Unterführung für den Zweirichtungsverkehr zu ertüchtigen. Der Radweg ließe sich, aus meiner laienhaften Sicht, mit überschaubaren Eingriffen in die Natur aufweiten, die Steigung ließe sich durch eine Verlängerung der Rampe verringern. Es gab auch bereits den Vorschlag, das Bodenniveau der Unterführung zu erhöhen; ob dies in Hinblick auf Hochwassersituationen sinnvoll ist, kann ich nicht beurteilen. Auch fällt mir auf, dass die Thomas-Mann-Allee an ihrem Ende spürbar ansteigt; vielleicht ließe sich auch diese Steigung etwas verringern und so die Steigung der Rampe weiter reduzieren.

Die ebenerdige Querung sollte jedoch auch bei einer Ertüchtigung der Unterführung beibehalten werden. Schließlich ist diese für Fußgänger wie auch für einige Radfahrer (mit Gepäck, Anhängern oder einfach mit weniger Kraft oder Selbstsicherheit) sicherer und attraktiver als eine Unterführung. Nicht zuletzt wird das Linksabbiegen für Radfahrer – sowohl von Norden als auch von Süden – dadurch deutlich erleichtert!

Mit freundlichen Grüßen"

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Re: Dringender Bedarf an Max-Joseph-Brücke Ost

Beitrag von faltradler » Di 25. Sep 2018, 15:05

Ich hab zwar noch keine offizielle Antwort, aber aus zuverlässiger Quelle erfahren, dass die Münchner Stadtentwässerung demnächst einen Düker unter der Isar baut/renoviert und die Unterführung daher für ca. 2 Jahre gesperrt sein wird. Der Rad- und Fußverkehr soll die Montgelasstraße dann oberirdisch queren.

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Re: Dringender Bedarf an Max-Joseph-Brücke Ost

Beitrag von faltradler » Di 19. Mär 2019, 14:59

Da eine Antwort noch aussteht, kontaktierte ich die Stadtverwaltung heute erneut.
(radverkehr at muenchen.de und verkehrsmanagement.kvr at muenchen.de; in Kopie an verkehr at adfc-muenchen.de)

"Ich möchte nun nachfragen, wie Ihre Planungen im Bereich der Max-Joseph-Brücke aussehen.
Inzwischen wurde ja der Radweg entlang der Thomas-Mann-Allee aufwändig saniert und für den Radverkehr optimiert. Ich begrüße das sehr, und bin mir sicher, dass der Isarradweg im Norden dadurch noch attraktiver wird.
Dadurch geraten freilich noch mehr Radfahrer – und Fußgänger – an diese Engstelle.
Am vergangenen sonnigen Wochenende beobachtete ich hier sehr beengte Verhältnisse.
Und über den gesamten Herbst und Winter sah ich immer wieder Radfahrer, die die Max-Joseph-Brücke in der jeweils verkehrten Richtung befuhren. Diese setzen ihre Route zum Teil noch ein gutes Stück linkseitig in Richtung englischer Garten fort, solange es die „grüne Welle“ zulässt.
Offensichtich fahren also einige lieber entgegen der regulären Fahrtrichtung, als sich diese Unterführung zuzumuten.
Und dass einige aus Richtung Norden sich nicht an das Radfahr-Verbot durch die Unterführung halten – oft auch mit erheblicher Geschwindigkeit – hatte ich ja schon berichtet.

Ich beantrage deshalb nochmals, so schnell wie möglich hier eine oberirdische Querungsmöglichkeit einzurichten. Diese sollte selbstverständlich auch das Linksabbiegen ermöglichen, wenn man aus östlicher oder westlicher Richtung kommt. Sodass man auch in dieser Situation die Unterführung nicht zu benutzen braucht.
Dies wäre aus meiner Sicht die wichtigste Maßnahme.
An zweiter Stelle sollte die nördliche Rampe etwas abgeflacht und maßvoll verbreitert werden, um das Befahren und die Einsicht in die Unterführung zu erleichtern. Die Thomas-Mann-Allee weist zur Brücke hin eine leichte Steigung auf, die ebenfalls reduziert werden könnte.
Ein weiterer Vorschlag zur Prüfung wäre die Erhöhung des Niveaus der Unterführung, um die Neigung der Rampen insgesamt zu reduzieren.

Es geht hier nicht um graduelle, sondern um substantielle Verbesserungen. Der jetzige Notbehelf – das Radfahrverbot ohne eine akzeptable Alternative anzubieten – sollte durch tragfähige Lösungen ersetzt werden.

Die Max-Joseph-Brücke könnte, aufgrund ihrer besonderen Situation, ein Pilotprojekt für den Umbau sämtlicher Isarbrücken werden.

Aufgrund des öffentlichen Interesses berichte ich auch im Forum des ADFC darüber."

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