Rosenheimer Straße - Einfädeln in den Mischverkehr (von Südosten)

Auch Fragen zur Strassenverkehrsordnung oder Umgang mit Ordnungswidrigkeiten oder Bussgeldern
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faltradler
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Rosenheimer Straße - Einfädeln in den Mischverkehr (von Südosten)

Beitrag von faltradler » Mi 24. Jan 2018, 21:42

Da ich kürzlich beim Einfädeln eines vor mir fahrenden Radfahrers eine brenzlige Situation erlebte, beantragte ich heute bei verkehrsanordnungen.kvr@muenchen.de folgendes:

In der Rosenheimer Straße, stadteinwärts ab der Orleansstraße, soll der markierte Radfahrstreifen, der in einen Schutzstreifen für Radfahrer übergeht, von vornherein so markiert werden, dass die Markierung in einer Linie mit der Markierung der darauf folgenden Parkplätze verläuft.

Dadurch soll Folgendes erreicht werden:
  • Der Radverkehr erhält gegenüber dem Kfz-Verkehr erhöhte Aufmerksamkeit. Die Radfahrer sind eher im Blickfeld der Kraftfahrer und die aktuell gefährliche Einfädelsituation wird deutlicher vorbereitet. Die gleichberechtigte Teilhabe aller Verkehrsteilnehmer wird betont, anders als heute tendenziell eher die Unterordnung des Radverkehrs.
  • Die beiden linken Fahrstreifen stadteinwärts sind von vornherein nur so breit wie im weiteren Verlauf der Straße. Dadurch werden die Kfz von Beginn des Straßenabschnitts deutlicher dazu veranlasst, ihre Geschwindigkeit an die örtlichen Verhältnisse, insbesondere an den Radverkehr, anzupassen, und die geltende Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h einzuhalten.
Zuletzt geändert von faltradler am Mi 25. Jul 2018, 12:08, insgesamt 1-mal geändert.

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faltradler
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Rosenheimer Straße - Einfädeln in den Mischverkehr (von Südosten)

Beitrag von faltradler » Mi 24. Jan 2018, 21:52

aktuelle Situation:
Rosenheimer-11-10-17-19-16-1.jpg
Rosenheimer-11-10-17-19-16.jpg
(Danke an ein ADFC-Mitglied für die Fotos)

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faltradler
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Re: Rosenheimer Straße - Einfädeln in den Mischverkehr (von Südosten)

Beitrag von faltradler » Mi 25. Jul 2018, 12:12

Ein Mitarbeiter des KVR antwortete mir im April:
"Zum Thema "Tempo 30":
Zur besseren Erkenntlichkeit der Tempo-30-Regelung hängen seit gestern übrigens sogenannte "Dialog-displays" vor Ort, die die bereits riesigen Bodenmarkierungen "Tempo 30" und die Beschilderung "Tempo 30" in Sondergröße noch unterstützen. Wer dort jetzt noch nicht 30 fährt, der will nicht.

Zum Thema Radfahrstreifen:
Dieser Radfahrstreifen wurde rot eingfefärbt und mit Radfahrsymbolen versehen, mehr Aufmerksamkeit versprechen wir uns auch nicht davon, wenn er breiter markiert wird. Die Breite wurde im Übrigen extra schmäler (aber immer noch die empfohlene Regelbreite von 1,85 m) gewählt, denn wenn er genauso breit wie eine Parkbucht (dort rd. 2, 40 m) markiert ist, wird er von Kraftfahrern - leider ebenfalls trauriger Erfahrungswert - auch als solche benutzt. Die breiteren Fahrspuren daneben sind ebenfalls bewusst etwas breiter gewählt, da dann im Einfädelbereich eine höhere Fehlertoleranz besteht. Das Aneinanderreihen von Mindestmaßen soll nach den gängigen technischen Regelwerken zwingend vermieden werden, da es zum unerlaubten Befahren der Radverkehrsanlage verleitet oder Berührungsunfälle provoziert. Die Lösung ist bekanntermaßen ein Kompromiss. Alles, was in diesem Bereich vor Ort eingerichtet ist, erfüllt die sicherheitstechnischen Mindeststandards, mehr ist auf Grund der Beschlusslage des Stadtrats und der vorhandenen Platzverhältnisse sowie im Spiegel verschiedenster Interessenskonflikte leider nicht drin.

Ihren Vorschlag werden wir aus den dargelegten Gründen nicht umsetzen. Da es sich im gegenständlichen Streckenabschnitt der Rosenheimer Straße um einen Verkehrsversuch handelt, leiten wir Ihre Beobachtungen und Ihren Verbesserungsvorschlag aber an das Planungsreferat weiter, um diese in die Evaluation miteinfließen zu lassen."

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faltradler
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Re: Rosenheimer Straße - Einfädeln in den Mischverkehr (von Südosten)

Beitrag von faltradler » Mi 25. Jul 2018, 12:13

Meine Rückantwort von gestern Abend:

"Inzwischen fahre ich diese Strecke noch öfter als vorher. Dabei ist mir folgendes bewusst geworden:
Aus südöstlicher Richtung kommend fährt man ja auf einem Radfahrstreifen auf die Kreuzung Orleansstraße zu. Die (gestrichelte) Markierung endet vor der Fußgängerfurt. Nach der Furt wird die Markierung des (rot eingefärbten) Radfahrstreifens deutlich nach rechts versetzt fortgeführt. Von einer Stetigkeit der Verkehrsführung für den Radverkehr kann hier keine Rede sein. Im Gegenteil, folgt man der Markierung wird man erst an den rechten Fahrbahnrand abgedrängt und muss sich dann mühsam wieder in den fließenden Verkehr einordnen. Dabei ist man meines Wissens wartepflichtig, was hier auch dringend angeraten ist.

Dieser Aspekt sollte dringend in die Evaluation aufgenommen werden. Falls die derzeitige Verkehrsführung beibehalten wird, beantrage ich, die Markierung des Radfahrstreifens in gerader Linie fortzuführen. Dass der Streifen zugeparkt werden würde ist m.E. kein stichhaltiges Argument dafür, den Radverkehr suboptimal zu führen. Es sollten andere Möglichkeiten genutzt werden, um das Falschparken zu unterbinden.

Die Kfz sollten frühzeitiger als jetzt auf den Mischverkehr mit den Radfahrern vorbereitet werden, die Radfahrer sollten ermuntert – aber nicht gezwungen – werden, sich frühzeitig in den Mischverkehr einzufädeln. Das kann m.E. durch deutlich sichtbare und kontinuierlich in einer Linie durchgeführte Markierungen erreicht bzw. unterstützt werden."

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