Stadtentwicklung im Münchner Nordosten

Auch Fragen zur Strassenverkehrsordnung oder Umgang mit Ordnungswidrigkeiten oder Bussgeldern
Antworten
Benutzeravatar
Grusewolf
Beiträge: 17
Registriert: Fr 16. Mai 2014, 21:20

Stadtentwicklung im Münchner Nordosten

Beitrag von Grusewolf » Sa 25. Mär 2017, 16:03

Derzeit laufen erste Planungen für die Entwicklung eines neuen Stadtteils im Münchner Nordosten. Hier soll Wohnraum für 30.000 Einwohner entstehen.
Zum Thema Verkehr gibt es aus Politik und Verwaltung bislang nur Ideen zum Kfz-Verkehr und ÖPNV.
Das Thema Radverkehr droht unter den Tisch zu fallen.
Daher meine Bitte: Wie könntet ihr Euch die ideale Entwicklung des neuen Stadteils zwischen Daglfing, Englschalking und Johanneskirchen vorstellen? Welche Ideen sollten Eurer Meinung nach in einem Radfahrer freundlichen Verkehrskonzept unbedingt berücksichtigt werden?

Benutzeravatar
Grusewolf
Beiträge: 17
Registriert: Fr 16. Mai 2014, 21:20

Re: Stadtentwicklung im Münchner Nordosten

Beitrag von Grusewolf » Sa 1. Apr 2017, 15:29

Nun, dann stelle ich mal selbst ein paar Thesen auf:

Radverkehr zuerst
Um zukünftige Verkehrsprobleme nachhaltig in den Griff zu bekommen, sollten alle wichtigen Radverkehrsverbindungen zuerst geplannt werden. Verbindungen für Kraftfahrzeuge werden erst danach geplant. Wichtige Anforderungen für Radverkehrsverbindungen (z.B. längere Kreuzungsfreie Abschnitte) würden somit bei der Planung der Kfz Verbindungen als gesetzte Einschränkung eingehen.

Bestmöglicher Anschluss an gute Verbindungen zur Innenstadt
Vom neuen Stadtteil sollte ein optimaler Anschluss an vorhandene Verbindungen zur Innenstadt sicher gestelt sein. Hierzu zählt insbesondere der Anschluss an den Salzsenderweg, der einen stressfreien, direkten Anschluss an den Englischen Garten ermöglicht. Ebenso sollte im südlicheren Bereich einen neue Verbindung Richtung Innenstadt geschaffen werden und gut angeschlossen werden.

Berücksichtigung von Radschnellwegen
Bereits derzeit laufen verschiedene Bemühungen, Radschnellwege aus dem Umland nach München zu bauen. Viele Planungen laufen darauf hinaus, dass bis zur Stadtgrenze breite komfortable Wege möglich sind, diese aber ab der Stadtgrenze qualitativ drastisch abfallen und wegen diverser Kompromisse innerhalb bestehender Bebauung nicht mehr annähernd die Anforderungen an einen Radschnellweg erfüllen.
Eine sehr frühzeitige Berücksichtigung in der Planung könnte diese Probleme von vorneherein aus dem Weg schaffen und auch innerstädtische Radschnellwege ermöglichen. Dies könnte auch Bewohner des Umlandes davon abhalten, mit dem Auto nach München zur Arbeit zu fahren. Insbesondere, wenn hier auch Pedelecs zum Einsatz kommen.

Neue Wohnquartiere schwer zu queren für Kfz und leicht für Fahrräder und Fußgänger
Neue Wohnquartiere sollten so gebaut werden, dass sie mit dem Kfz nicht durchfahren werden können. Das heißt, dass sie entweder mit Kraftfahrzeugen befahrbar sind, aber nur eine Zufahrt haben, oder es gibt lediglich eine Tiefgarageneinfahrt an der Grenze des Wohnquartiers und innerhalb wäre Kfz Verkehr gar nicht möglich. Radwege dagegen würden diese Quartiere durchqueren und die Ein- und Ausfahrt wäre in alle Richtungen leicht und stressfrei möglich.

ag
Beiträge: 31
Registriert: Di 22. Okt 2013, 20:30

Re: Stadtentwicklung im Münchner Nordosten

Beitrag von ag » Mo 3. Apr 2017, 16:26

Sollen wir das als PM verarbeiten?

Benutzeravatar
Grusewolf
Beiträge: 17
Registriert: Fr 16. Mai 2014, 21:20

Re: Stadtentwicklung im Münchner Nordosten

Beitrag von Grusewolf » Di 4. Apr 2017, 21:59

ja, gern.

Benutzeravatar
faltradler
Beiträge: 85
Registriert: Sa 27. Sep 2014, 23:35

Re: Stadtentwicklung im Münchner Nordosten

Beitrag von faltradler » Do 6. Apr 2017, 22:06

gut, nur etwas mehr Aussage- oder Infinitivsätze ("Neue Wohnquartiere so bauen, dass...") statt "könnte, sollte"

und anfangen mit "Fuß- und Radverkehr zuerst". Wir sollten uns immer mit den "schwächeren" Verkehrsteilnehmern solidarisieren.

Antworten