ADFC-Tipps für den Tannenbaum-Transport per Rad

Aktuelles ADFC Pressemitteilung

Aufreibende Parkplatzsuche, lästige Schlepperei und ein vollgenadelter Kofferraum: Wer seinen Christbaum von einem der Straßenstände in München mit dem Auto abholen will, ist schnell genervt. Und wer kein Auto hat, der stellt sich vor Weihnachten ohnehin die Frage, wie der Baum am besten ins Haus kommt. Dass das Rad der ideale Kleintransporter für die grüne Fracht ist, zeigen die Tipps des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) München.
 

Ab einer Höhe von anderthalb Metern wird es schwierig, den Christbaum einfach unter den Arm zu klemmen. Da kommt das Fahrrad als komfortable Transporthilfe ins Spiel. Am einfachsten: Man legt den Baum über Lenker und Sattel, bindet ihn gut am Fahrradrahmen fest und schiebt das Rad heim. Einen handlichen Baum kann man mit ein bisschen Geschick auch auf dem Gepäckträger eines normalen Fahrrades transportieren – in Längsrichtung und am besten mit dem dicken Ende auf dem Gepäckträger, Spitze nach hinten. Da es im Winter früh dunkel wird, empfiehlt der ADFC den Baum noch vor der Dämmerung zu besorgen und auf weniger frequentierten, eisfreien Wegen nach Hause zu fahren.

Vier Sicherheitsregeln für den Transport
Der ADFC München rät beim Christbaumtransport vier Sicherheitsregeln zu beachten:
1. Der Baum muss sicher und rutschfest mit Spanngurten befestigt sein.
2. Wird der Baum quer auf dem Gepäckträger transportiert, darf er rechts und links jeweils nicht mehr als einen Meter seitlich herausragen.
3. Die Sicht des Radlers sollte durch das mobile Grün nicht eingeschränkt werden.
4. Die Fahrtüchtigkeit muss während des Transports gewährleistet sein. Falls man wegen der Zusatzlast ins Schlingern gerät, sollte man lieber absteigen und schieben.

Christbaum im Fahrradanhänger
Deutlich stabiler als das Festgurten am Radrahmen ist die Variante per Fahrradanhänger. Auch hier gilt: Ladung mit Gurten gut sichern. Wer zum ersten Mal mit einem Anhänger fährt, sollte ein paar Proberunden in einem ruhigen Bereich drehen. Ragt der Baum mehr als einen Meter über den Anhänger hinaus, muss er mit einem roten Wimpel gekennzeichnet werden. Besonders geeignet ist der Anhänger auch für nachhaltige Weihnachtsbäume im Topf, die nach dem Fest wieder an den Verleiher zurückgegeben werden können.

Christbaum im Lastenrad
Das Angebot an Spezialrädern mit und ohne Elektrounterstützung, die bis zu 100 Kilo Ladung transportieren können, ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. In Dänemark besitzt im urbanen Raum schon heute jede dritte Familie ein Lastenrad. Wer sich nicht gleich eines kaufen möchte, kann für den Christbaumtransport auch auf einen Verleihservice zurückgreifen. Der ADFC München bietet beispielsweise mit „Daniel“ ein kostenloses Lastenrad an, das online über lastenrad-muenchen.de gebucht werden kann. Zudem können Lastenräder auch kostenfrei via freie-lastenradler.de und beim EineWeltHaus ausgeliehen werden. Über digitale Nachbarschaftsplattformen wie nebenan.deoder miduu.de lässt sich außerdem erfragen, welcher Nachbar bereit wäre, sein Lastenrad oder Fahrradanhänger für eine vorweihnachtliche Transportaktion zu verleihen.

Christbaum per Cargo-Rad-Lieferservice
Für alle, die es komfortabel mögen, bieten immer mehr junge Logistik-Unternehmen Transportservices per Rad an. Auch in München gibt es professionelle Kurierdienste wie beispielsweise Agitoo (www.agitoo.com) und Rapid (www.rapid.de), die Weihnachtsbäume mit dem Lastenrad vom Händler bis zur Wohnung liefern. Die Cargo-Bike-Szene ist kreativ und entwickelt kontinuierlich neue Modelle für den Transport per Rad. Das internationale Künstlerkollektiv N55 in Hamburg hat beispielsweise einen „Radl-Truck“ entwickelt, der bis zu 400 kg Gewicht aushält und Platz für zwei Europaletten bietet – damit lässt sich dann locker der Christbaumtransport für die ganze Nachbarschaft mitorganisieren.

Hinweis für Redaktionen
Bildmaterial finden Sie im Anhang. Diese Presseinformation und weitere Meldungen gibt es online in unserem Pressebereich.

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 170.000 Mitgliedern, davon mehr als 27.000 in Bayern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

Martina Tollkühn
Referentin Kommunikation & Marketing
ADFC München e.V.
Platenstraße 4
80336 München
presse(..at..)adfc-muenchen.de
www.adfc-muenchen.de

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