Pop-up-Radwege werden entfernt!

Jetzt ist es beschlossen: Die Pop-Up-Radwege kommen zum 1. November weg! Das wurde am 28. Oktober im Mobilitätsausschuss entschieden. Alle Argumente haben nichts genützt: Weder die hohen Nutzungszahlen und positiven Bewertungen der Pop-up-Radwege noch Hunderte von Protest-Mails und unsere Radl-Demo konnten den OB und die SPD-Stadtratsfraktion umstimmen.

Die Grünen/Rosa Liste, Die Linke, ÖDP, Freie Wähler und Volt waren auf unserer Seite, aber da auch CSU, FDP und Bayernpartei gegen die Radspuren gestimmt haben, hat es nicht gereicht. Völlig ohne Not wird hier jetzt das Rad zurückgedreht: Die Pop-up-Radwege werden zum November entfernt.

Das heißt im Klartext: Die Sicherheit der Radfahrenden hat keine hohe Priorität. Gerade im Herbst und Winter sind gute Radwege (lebens)notwendig. Studien und der Blick in Nachbarländer zeigen zudem: Wenn die Radinfrastruktur stimmt, radeln die Leute bei jedem Wetter. So aber treibt man Menschen (zurück) ins Auto. Ein Trauerspiel!

Andreas Schön, 1. Vorsitzender ADFC München, erklärt: „Oberbürgermeister Reiter und die SPD betreiben hier ein unverantwortliches Spiel mit dem Leben der Radfahrenden. Es ist einfach fahrlässig, die Pop-up-Radwege ohne weitere Maßnahmen ersatzlos abzubauen. Die Gefahr für die Radfahrenden durch den Autoverkehr verschwindet ja jetzt nicht plötzlich. Im Gegenteil: Schlechte Sicht oder Glätte durch Eis und Schnee erhöhen das Risiko für die Radfahrenden noch. Zudem sind coronabedingt derzeit nicht nur die Hartgesottenen auf dem Rad unterwegs, sondern auch viele nicht so versierte Menschen.

Wir atmen jetzt tief durch und kämpfen dann weiter für bessere Radverkehrsbedingungen. Danke an alle, die uns dabei unterstützen!

Hier ein paar Impressionen von der Demo am 27. Oktober an der Zweibrückenstr.:

© ADFC München 2020

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