Rad-Verkehrspolitik: Welche Konzepte haben die Parteien für München?

ADFC Pressemitteilung Aufmacher

Podiumsdiskussion: „Mobil in die Zukunft – Radverkehr in München“

Datum: Donnerstag, 19.07.2018,19.00 Uhr
Ort: Eine Welt Haus, Schwanthalerstr. 80, 80336 München
Eintritt: frei

München, 9.7.2018 – Die Zahl der Radfahrerinnen und Radfahrer in München steigt seit Jahren. Der Großteil aller Autofahrten in der Stadt ist weniger als fünf Kilometer lang und damit schnell, kostengünstig und umweltfreundlich mit dem Fahrrad zu bewältigen. Doch die Radverkehrsinfrastruktur stößt längst an ihre Kapazitätsgrenzen. Daher stellt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) vor der Landtagswahl die Verkehrspolitik auf den Prüfstand. Am 19. Juli diskutiert der ADFC München mit den Kandidatinnen und Kandidaten verschiedener Parteien darüber, wie sie die Bedingungen für Radfahrende in der Landeshauptstadt verbessern wollen.

Ohne Rad-Gesetz keine konsequente Radverkehrsförderung

Der ADFC fordert mit der Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ einen verbindlichen Maßnahmenplan, der u.a. sichere Radabstellplätze, ein durchgängiges Radwegenetz sowie eine Verdopplung des Radverkehrsbudgets umfasst. Doch welche Rolle spielt das Fahrrad in den Mobilitätskonzepten der Parteien? Welche Probleme haben die Radfahrenden in München? Und welche Lösungen sehen die Politikerinnen und Politiker bei (vermeintlich?) unterschiedlichen Interessen der Verkehrsteilnehmer? Gemeinsam mit Podiumsgästen und Publikum möchte der ADFC München die Herausforderungen und Chancen einer Mobilitätswende in der Stadt erörtern.

Die Podiumsgäste:

  • Prof. Dr. Hans Theiss, Stadtrat, stv. Fraktionsvorsitzender, CSU
  • Dr. Michael Ott, SPD
  • Hep Monatzeder, Stadtrat, Bündnis 90/Die Grünen
  • Ates Gürpinar, Landesvorsitzender, Die Linke
  • Anke Pöhlmann, FDP
  • Prof. Dr. Michael Piazolo, Landtagsmitglied & stv. Landesvorsitzender,
    Freie Wähler
  • Sonja Haider, Stadträtin, ÖDP

Notwendige Verkehrswende
Obwohl sich in München der Radverkehrsanteil in den letzten 15 Jahren auf ca. 20 Prozent verdoppelt hat, ist der städtische Verkehr bisher hauptsächlich an den Bedürfnissen der Autofahrer orientiert. Angesichts von schnell wachsenden Einwohnerzahlen, enormer Verkehrsbelastung an Hauptstraßen, aber auch in Wohnquartieren, sowie von signifikanter Lärm- und Schadstoffproblematik fehlt es immer noch an vielen Stellen an fahrradfreundlicher Infrastruktur und an Dienstleistungen rund ums Radfahren. Stau, Luftverschmutzung und kaum Platz für Radler und Fußgänger vor lauter Parkplätzen: München droht am Verkehr zu ersticken.

Radfahren systematisch fördern
Radfahren ist auf kurzen und mittleren Distanzen unschlagbar: schnell, günstig, gesund, umweltfreundlich und macht dazu noch Spaß. Anlage und Unterhalt von Radverkehrsinfrastruktur sind zudem erheblich platzsparender und günstiger für die Kommunen als eine vergleichbare Infrastruktur für den motorisierten Individualverkehr. Woran also scheitert eine systematische Radverkehrsförderung? Von der dringend notwendigen Verkehrswende ist München noch weit entfernt. Der Problemdruck wird sich, auch aufgrund neuartiger Fahrräder wie Elektro- und Lastenräder, Dreiräder sowie Fahrradanhänger weiter verschärfen.
 

© ADFC München 2018



Am 13. Januar 2019


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