ADFC-Mitgliederversammlung wählt neuen Vorstand und unterstützt den „Radentscheid München“

Aktuelles Pressemitteilung

Andreas Groh ist zum neuen 1. Vorsitzenden des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Kreisverband München gewählt worden. Die Mitgliederversammlung spricht sich zudem dafür aus, die Forderungen des Bündnisses „Radentscheid München“, an dem der ADFC München maßgeblich beteiligt ist, zu unterstützen. Ziel: Ein Bürgerentscheid soll die Landeshauptstadt München unter Zugzwang setzen, die teils schlechte und unterdimensionierte Radverkehrsinfrastruktur zügig und bedarfsgerecht auszubauen. Münchens zweiter Bürgermeister Manuel Pretzl (CSU) kündigt in seinem Grußwort an, die Nahmobilitätspauschale zu erhöhen.

Der neue Vorstand des ADFC München (v.l.n.r.): Thomas Treyer, Andreas Groh, Maria Deingruber, Martin Glas, Antje Wagner, Erich Wittmann, Doris Schneider.

München, 10.2.2019 – Die Mitgliederversammlung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) München e.V. hat am Freitag, den 8.2.2019, turnusgemäß einen neuen Vorstand gewählt. Andreas Groh übernimmt das Amt des 1. Vorsitzenden von Martin Glas, der nach insgesamt 8 Jahren im Vorstand, nicht wieder kandidiert hatte, aber seine Kompetenz weiterhin als Beisitzer im Vorstand einbringt. Der ausgewiesene Radverkehrsexperte Groh, bereits seit 2015 stellvertretender Vorsitzender des ADFC München, fand nach der Wahl klare Worte: Wenn wir Menschen zeigen, wie gute Radinfrastruktur aussieht, nutzen sie das Fahrrad auch. Dieselskandal, Klimawandel und Luftverschmutzung haben dazu geführt, dass die Menschen nicht mehr akzeptieren, dass der Platz in der Stadt zum größten Teil für Autos reserviert ist. Deshalb fordern wir einen durchgängigen, komfortablen und sicheren Altstadt-Radlring, auf dem Radlerinnen und Radler jeden Alters mit Vorrang und „Grüner Welle“ sicher, zügig und stressfrei unterwegs sein können.“

Zuvor hatte Münchens zweiter Bürgermeister Manuel Pretzl (CSU) in seinem Grußwort erklärt: „Wir werden gemeinsam mit dem Kooperationspartner SPD die Nahmobilitätspauschale ab 2020 von bisher zehn auf 25 Millionen Euro jährlich erhöhen, und das Geld kommt vor allem dem Radverkehr zugute.“

Kreisvorstand mit erfahrenen und neuen Mitgliedern gut aufgestellt
Als Stellvertreterinnen des neuen Vorstandsvorsitzenden Andreas Groh wurden Maria Deingruber (München) und Antje Wagner (Grünwald) gewählt, die beide bereits als Beisitzerinnen im Vorstand aktiv waren. Neben Martin Glas wurden zwei Beisitzer neu in den Vorstand gewählt: Thomas Treyer (München), der seit mehreren Jahren für den ADFC München als Tourenleiter fungiert und Doris Schneider (München), ebenfalls ein langjähriges ADFC-Mitglied. Für solide Finanzen sorgt weiterhin Erich Wittmann (Unterhaching). Damit gehören nun drei Frauen dem Kreisvorstand an.

 Dem früheren Vorstandsvorsitzenden Martin Glas und seinem nicht mehr zur Wahl angetretenen Stellvertreter Uwe Martin sowie dem scheidenden Beisitzer Robert Burschik dankte die Versammlung für ihre engagierte Arbeit. Der neue Kreisvorstand des ADFC München wurde für zwei Jahre gewählt und arbeitet ehrenamtlich.

Mitgliederversammlung unterstützt Leitantrag zum „Radentscheid München“
Münchner Verbände und Parteien haben einen Bürgerentscheid fürs Rad angestoßen: Die Initiatoren ADFC München, Green City, Bund Naturschutz, Die Linke, Bündnis 90/DIE GRÜNEN und die ÖDP konnten inzwischen gut 20 weitere Bündnispartner gewinnen. Den vom Kreisverband zur Diskussion gestellten Leitantrag zur Unterstützung des „Radentscheid München“ beschloss die Versammlung mehrheitlich.

Ziele des „Radentscheid München“
Der ADFC München betont die Notwendigkeit für einen „Radentscheid München“ und fordert die Landeshauptstadt München auf, folgende fünf Ziele umzusetzen:

· Sichere, breite und komfortable Radverkehrsanlagen, damit in München alle mit dem Fahrrad komfortabel ankommen.
· Ein stadtweites, lückenloses und engmaschiges Radverkehrsnetz, damit in München alle mit dem Fahrrad schnell von A nach B kommen.
· Sichere, komfortable und stressfreie Kreuzungen und Einmündungen, damit alle in München mit dem Fahrrad sicher ans Ziel kommen.
· Bedarfsgerechte, flächendeckende und sichere Fahrradabstellmöglichkeiten, damit sich in München Fahrräder sicher und geschützt abstellen lassen.
· Eine flächeneffiziente und sozial gerechte Aufteilung des öffentlichen Raums – dann hat das Fahrrad in München auch genug Platz.

Die Forderungen können auf der Aktionsseite www.radentscheid-muenchen.de nachgelesen und unterstützt werden.

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 175.000 Mitgliedern, davon mehr als 27.000 in Bayern und über 7.500 in München die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

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