160.000 Unterschriften: Riesenerfolg für den Radentscheid München

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Um 9:00 Uhr früh fahren sie über den roten Teppich auf dem Marienplatz ein: die vielen Lastenräder des Radentscheid München. Auf ihnen stapeln sich die Pakete mit den Unterschriftenlisten für die beiden Bürgerbegehren. Diese Unterschriften übergeben die Initiatoren an Oberbürgermeister Dieter Reiter. 160.000 Unterschriften haben die fleißigen Radlbotschafter für den Altstadt-Radlring und den Radentscheid für breite und sichere Radwege in ganz München gesammelt.

Foto: Tobias Hase

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Damit ist die Sensation perfekt: Dem Bündnis ist es gemeinsam mit über tausend Freiwilligen gelungen, Platz Eins und Zwei der erfolgreichsten Bürgerbegehren der Münchner Stadtgeschichte zu belegen und nie dagewesene Unterschriftenhöhen vorzuweisen. Der Radentscheid München hat damit die erste Hürde für einen Bürgerentscheid gemeistert: Bereits nach drei Monaten wird das Unterschriftensammeln beendet, da die notwendigen 33.000 Unterschriften jeweils um mehr als das Doppelte erreicht sind.

Andreas Groh, 1. Vorsitzender des ADFC München, erklärt: „Sicher, zügig und komfortabel mit dem Rad durch die Stadt zu kommen ist das Ziel. Die Konzepte sind da. Sie müssen nur umgesetzt werden. Die Bürgerinnen und Bürgern sehen das genauso – das zeigen die vielen Unterschriften klar.“

Oberbürgermeister Reiter, dem die Initiatoren auch ein Radentscheid-T-Shirt überreichen, betont dann auch: „Das ist ein deutliches Signal an die Politik und die Stadt München, dass ein großer Teil der  Menschen in München möchte, dass mehr für den Radverkehr getan wird. Ich denke, ihr habt einen weiteren Meilstenstein geschafft.“ Der Radentscheid München hatte zuvor schon Tausende Münchnerinnen und Münchner für Radl-Demonstrationen mobilisiert – unter anderem 15.000 zur ADFC-Radsternfahrt im April und 6.000 zur Ring-Demo Ende Juni.

In der Münchner Verkehrspolitik im Stadtrat bewegt sich seit dem Start des Radentscheid ebenfalls einiges, wie etwa im Fall der Fraunhoferstraße und der Ludwigsbrücke, die nun beide mit beidseitig breiten Radwegen versehen werden. Am 24. Juli muss der Stadtrat darüber abstimmen, ob er den Forderungen des Radentscheids nachkommt. Lehnt er ab, kommt es spätestens im Herbst zu zwei Bürgerentscheiden.

 

 

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