4000 Teilnehmer:innen bei der Altstadt-Radlring-Demo!

Mehr Platz fürs Rad! Am Samstag, 18. Juli, kaperten 4000 Radler:innen bei der Fahrrad-Demo des Radentscheid München den Altstadtring und weitere Münchner Straßen. Sie traten in die Pedale, um die baldige  Errichtung des Altstadt-Radlrings und die schnellere Umsetzung von besseren Radverkehrsbedingungen zu erreichen.

Raddemo, Radentscheid München, aufenommen am 18.07.2020. Foto: Andreas Gebert

Familien mit Lastenrädern, junge Frauen auf Hollandrädern, Kerle auf Fatbikes, Liegerad-Freunde und Rennrad-Fans: Die bunte Fahrrad-Truppe setzte mit dieser Demo ein deutliches Zeichen.  Der vor einem Jahr vom Stadtrat übernommene Radentscheid München mit dem Ausbau eines Altstadt-Radlrings und der verbesserten Radverkehrsinfrastruktur muss endlich auf die Straße. Die Münchner Radler:innen wollen nicht mehr länger auf sichere, breite Radwege warten.

Geduld war übrigens vor Ort auch nicht überall die Stärke der wartenden Autofahrer:innen. An der Maximilianstraße reagierten sie auf die lange Radlschlange mit einem lautstarken Hupkonzert, um ihren Unmut deutlich zu machen. Die Radler:innen antworteten mit fröhlichem Winken und Fahrradgeklingel. Die entspannte, rund 16 Kilometer lange Route durch die Stadt endete auf der Theresienwiese.

Andreas Groh (Sprecher des Radentscheids, 1. Vorsitzender ADFC München): „Es ist gut, dass die ersten Abschnitte des Altstadt-Radlrings in der Blumenstraße und am Thomas-Wimmer-Ring demnächst gebaut werden. Bei wichtigen Abschnitten wie der Sonnenstraße und der Brienner Straße ist aber weiter offen, wie und vor allem wann hier die dringend notwendige Verbesserungen für die Radlfahrer*innen kommt. Obwohl eine unverzügliche Umsetzung beschlossen wurde, arbeiten deutlich zu wenige Mitarbeiter*innen in der Stadtverwaltung daran.”

Katharina Horn (Sprecherin des Radentscheids, Green City e. V. ): „Trotz bereits beschlossener Maßnahmen zum Umbau der ersten Straßen und Radwege und den Pop-up-Bike-Lanes: Wir wollen, dass dauerhaft Verbesserungen kommen. Unser Ziel sind gesicherte Radwege, damit endlich alle, inklusive Kindern und Senioren, sicher von A nach B kommen und dafür muss sich endlich was auf den Straßen tun. Wir wollen Bagger sehen!“

Rückblick: Am 4. Juli 2019 übergab der Radentscheid München nach schon drei Monaten rund 160.000 Unterschriften für den Altstadt-Radlring und den Radentscheid am Marienplatz an Oberbürgermeister Dieter Reiter. Anschließend übernahm der Stadtrat die Forderungen und beschloss bisher 20 konkrete Maßnahmen, mehr Geld und Personal für die Umsetzung. 

Ziel des Bürgerbegehrens „Radentscheid München” ist ein vollständiger Ausbau der Radinfrastruktur in ganz München bis 2025. Das Bürgerbegehren „Altstadt-Radlring” fordert, unverzüglich einen vollständigen und geschlossenen Radlring um die Altstadt einzurichten. Im Jahr 2025 soll der Radentscheid komplett umgesetzt sein, so dass die Münchnerinnen und Münchner sicher, zügig und ohne Angst durch München radeln können, dabei ihre Gesundheit fördern und die Stadt auch noch lebenswerter machen.

Weitere Infos zu den Maßnahmen:
https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Stadtplanung-und-Bauordnung/Verkehrsplanung/Radverkehr/Buergerbegehren.html
https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Stadtplanung-und-Bauordnung/Verkehrsplanung/Radverkehr/Altstadt-Radlring.html

 

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