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Propyläen: Fehlende Anschlüsse zwingen linksabbiegende Radler zu einem großen Umweg (bis zum rechten Bildrand). |
Bisher öffnete sich die Briennerstraße trichterförmig vor den Propyläen und lief um diese herum. Nun wurde die Straße begradigt und endet in einer fast T-förmigen Kreuzung mit neuer Ampel. Die gewonnenen Seitenbereiche wurden den Fußgängern zugeschlagen und zu einem grob gepflasterten Museumsvorraum von Lenbachhaus und der unterirdischen Dependance Kunstbau aufgewertet.
Der Radverkehr, der in Ost-West-Richtung auf einer Hauptroute die Propyläen passiert, fährt nun auch auf neuen, ebenfalls gepflasterten Radwegen, die vor den Propyläen seitlich wegschwenken und an die Sandwege des Königsplatzes anschließen. Auch die Radwege der südlichen Luisenstraße wurden verlängert und gepflastert und enden bzw. beginnen nun an der nördlichen Kreuzung vor dem Lenbachhaus.
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Hier ist das unterschiedlich grobe Pflaster sehr gut zu erkennen. |
Gut ist, daß unbefriedigende Radwegenden beseitigt wurden. Der Radweg vom Hauptbahnhof endet jetzt weiter nördlich gegenüber vom Lenbachhaus und erlaubt Einfädeln im Schutz einer Gehwegnase. Radfahrer vom Stiglmaierplatz erhielten bis zur Kreuzung Luisenstraße eine eigene Fahrfläche, die jetzt auch Fußgänger deutlich erkennen. Und auch die unsinnige Radweglücke vom Königsplatz in Richtung Stiglmaierplatz ist inzwischen Geschichte.
Ziemlich unbefriedigend ist aber die dafür gewählte Oberflächenart: Pflaster! Soviel Historie ausgerechnet für die stoßemfindlichsten Verkehrsteilnehmer gibt zu Verwunderung Anlaß: schließlich gab es vor 150 Jahren keine Radwege und das Pflaster erstreckte sich - inmitten von Wiesen - nur auf der Fahrbahn. Die ist heute aus gutem Grund asphaltiert, so wie es auch neue Radwege sein sollten. Schließlich wollen auch Radfahrer weder auf komfortables noch sicheres Fahren (bei Glätte und Nässe) verzichten. Was sie auch nicht wollen: von Stadtgestaltungsprinzipien übergangen werden, die bei kraftverkehrstechnischen Aspekten selten gelten.
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Der Schnee zeigt besonders deutlich die Abkürzspuren auf der neu gewonnen Freifläche. Entlang dieser Linie verlief vorher der alte Fahrbahnrand. |
Unser Vorschlag an die Stadt lautet deshalb, den "Uhrzeigersinn" zu legalisieren und sämtliche Radwege zu asphaltieren. Letzteres würde obendrein dazu führen, daß der Radverkehr häufiger diese ebenen und etwas umwegigen Trassen nutzt und nicht, wie häufig beobachtet, über den Fußgängerbereich abkürzt.
| unbefriedigend |
Die Zielvorgaben der StVO-Verwaltungsvorschrift wie zumutbare Beschaffenheit (d.h. Oberfläche) und stetige Linienführung (hier beim Linksabbiegen) werden verfehlt.
Franz Reitbacher