Gebsattelstr./Schweigerstr./Corneliusbrücke
|
Dieser ca. 1 km lange Straßenzug ist die verkehrsärmste und direkteste Verbindung zwischen Innenstadt und Haidhausen/Obergiesing. Wegen überbreiter Fahrbahnen war sie bisher von schnellem Autoverkehr geprägt, der sich besonders am Gebsattelberg bemerkbar machte, wenn sich die Radfahrer langsam und wackelnd hochkämpften. Mit der Sanierung der Corneliusbrücke wurden nun auf ganzer Länge bis hinter die Franziskanerstr. auf der Fahrbahn Radfahrstreifen eingerichtet.
Lediglich am Gebsattelberg bergab und an einigen Bushaltestellen wurde der Streifen unterbrochen. Dafür läßt er am Mariahilfplatz die Bushaltestelle und Rechtsabbiegespuren rechts liegen und läuft mit Rotmarkierung deutlich erkennbar geradeaus weiter.
|
Hier findet sich auch ein recht neues Element im Münchner Straßenbild, eine Aufstellfläche für abbiegende Radfahrer.
Auf einfache Weise ist es dem Radverkehr nun ermöglicht, sich deutlich sichtbar üher ein längeres Stück im Gesichtsfeld der Autofahrer zu bewegen. Der Autoverkehr wird durch die optisch verschmälerte Fahrbahn und die deutlich markierten Streifen ständig zur Geschwindigkeitsreduzierung und Beachtung der Radfahrer angehalten. Die Unterbrechungen des Streifens sind vertretbar, da bergab die Radler sowieso relativ schnell in der Fahrbahnmitte fahren (um die Kollision mit Fahrertüren zu vermeiden) und gelegentlich haltende Busse wie bisher umfahren oder abgewartet werden können. Für die neuen Aufstellflächen und das Vorbeiführen links von Rechtsabbiegespuren (ähnlich wie am Isartor) haben wir noch weitere Anwendungsfälle, besonders an der Kreuzung Balan/Welfenstr.
Die Erfahrungen sind überwiegend gut, wenn man von notorischen Falschparkern auf den Radfahrstreifen absieht; es sind so gut wie keine Konflikte zwischen Auto- und Radfahrern bekannt. Nur der Anschluß an einen miserablen Radweg in der Auerfeldstr. und das seltsame Ende links der Isar trüben das Bild.
| gut |
Franz Reitbacher