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Ein lückenloses Fahrradroutennetz

Ein Fahrradroutennetz für den Alltagsradverkehr bietet große Sicherheit beim Radfahren und ermöglicht im Idealfall angenehmes Radeln mit wenig Lärm und Abgasen.

Anders als für Freizeitrouten gilt für den Verlauf von Alltagsrouten, dass sie umwegfrei und durchgängig die wichtigen Quellen und Ziele des Radverkehrs miteinander verbinden müssen. Zentrale Einrichtungen wie Einkaufszentren, Schulen, Bürokomplexe und Gewerbegebiete, sowie Freizeiteinrichtungen und Schnellbahnhaltestellen müssen möglichst direkt angebunden werden. Selbstverständlich gehört zu einem Radroutennetz auch eine durchgängige Wegweisung.

Die Routen sollen möglichst abseits der Hauptverkehrsstraßen verlaufen, vorzugsweise durch Grünanlagen, Tempo-30-Zonen oder Nebenstraßen mit geringem Kfz-Verkehr. Straßenbegleitende Radwege kommen für Radrouten nur in Frage, wenn sie sorgfältig geplant sind und modernen Standards entsprechen.

[Routennetz-Plan]

Da viele dieser Elemente schon vorhanden sind, müssen oft nur Lücken geschlossen, Querungen über Hauptstraßen eingerichtet oder Teilabschnitte ausgebaut bzw. beschildert werden. Dabei muss der Radverkehr auch bei Planungskonflikten mit anderen Verkehrsträgern angemessen berücksichtigt werden. Bei der herkömmlichen Verkehrsplanung sind gute Radverkehrsanlagen allenfalls dort entstanden, wo sie dem Kfz-Verkehr nicht im Weg waren. Solche Anlagen bleiben meist Stückwerk, und ihnen fehlt der Netzzusammenhang. Kein Wunder, dass viele dieser Radverkehrsanlagen kaum benutzt werden.

Hauptrouten stellen großräumige Verbindungenzwischen den Stadtteilen her und sind für großes Radverkehrsaufkommen konzipiert. Ergänzt werden sie durch Nebenrouten, die als Verbindungen innerhalb der Stadtteile dienen und das Hauptroutennetz ergänzen.

Auf Initiative des ADFC hat der Münchner Stadtrat zunächst sieben Hauptrouten beschlossen. Jetzt kommt es darauf an, dass bei der Umsetzung Qualitätsstandards eingehalten werden und das Netz rasch vervollständigt wird. Die Stadtverwaltung hat dazu weitere Trassen geplant, für die der ADFC Änderungen und Prioritäten vorgeschlagen hat.

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